Der Begriff „Vorsorge“ in Sachen Krebs bezieht sich im Fall von Gebärmutterhalskrebs auf die Teilnahme an den Krebsfrüherkennungsuntersuchungen beim Frauenarzt und speziell auf den Pap-Test – dazu wird in einer schmerzfreien Untersuchung mit einem Wattestäbchen eine Zellprobe von Gebärmutterhals und Muttermund entnommen – ein sog. Abstrich. Diese Probe wird von Spezialisten unter dem Mikroskop auf Zellveränderungen untersucht.
Weil man sich mit HPV schon in jungen Jahren infizieren kann, oft schon in der Pubertät, ist es für sexuell aktive Frauen ab dem 20. Lebensjahr sehr wichtig, die Krebsfrüherkennung zu nutzen. So besteht die Chance, Veränderungen am Gebärmutterhals rechtzeitig festzustellen und zu behandeln, noch bevor daraus eine Krebserkrankung wird. Denn ein Tumor am Gebärmutterhals steht am Ende einer langen Entwicklung, die mit einer HPV-Infektion beginnt.
Eine Möglichkeit, einigen HPV-bedingten Erkrankungen vorzubeugen, bietet die HPV-Impfung. Die beiden derzeit erhältlichen Impfstoffe schützen vor Erkrankungen, die von den beiden aggressivsten HP-Viren verursacht werden. Diese sind für ca. 70 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs in Europa verantwortlich. Einer der beiden Impfstoffe bietet zusätzlich Schutz vor zwei weiteren HPV-Typen, die etwa 90 Prozent aller Genitalwarzen verursachen. Da die Impfung nicht vor allen krebserregenden HP-Virentypen schützt, ist die Früherkennungsuntersuchung weiterhin notwendig.
Wie wichtig sind Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung?
Durch regelmäßige Teilnahme an den Krebsfrüherkennungsuntersuchungen können Zellveränderungen am Gebärmutterhals schon in einem frühen Stadium erkannt werden. Dies ist die einzige Gelegenheit Krebsvorstufen zu erkennen, da sie meist ohne Beschwerden verlaufen und unbemerkt bleiben. Bei rechtzeitiger Behandlung kann die Weiterentwicklung zur Krebserkrankung gestoppt werden. Die Kosten der jährlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Frauenarzt werden für alle Frauen ab 20 Jahren von den Krankenkassen übernommen.
Weitersagen