Was sind HPV, wie stecke ich mich an und welche Folgen hat die Infektion?

Humane Papillomviren (HPV) kommen häufiger vor als man denkt. Sie werden über Hautkontakte von Mensch zu Mensch übertragen und eine Infektion mit HPV bleibt oft unbemerkt. Es gibt mehr als 100 verschiedene Typen Humaner Papillomviren, die meisten davon sind harmlos. Etwa 30 bis 40 von ihnen infizieren Zellen der Haut und Schleimhaut im Genitalbereich. Diese HPV werden beim Geschlechtsverkehr, und auch schon beim Petting übertragen. Männer wie Frauen können sich infizieren und die Viren weitergeben; fast alle Menschen kommen so früher oder später in ihrem Leben mit HPV in Berührung.

HP-Viren können unerkannt im Körper schlummern, eine Infektion kann beschwerdefrei verlaufen und unbemerkt bleiben. Trotzdem können Betroffene die Viren weitergeben und andere Menschen anstecken.

Etwa 10 bis 15 HPV-Typen können Krebserkrankungen verursachen. Diese HPV-Typen können Zellveränderungen im Gebärmutterhals verursachen, die sich über Vorstufen zu einer Krebserkrankung entwickeln können. Neben Gebärmutterhalskrebs verursachen HPV auch andere Krebsarten, zum Beispiel Krebs der Vulva (Schamlippen), der Vagina (Scheide) oder am After. Bei Männern können HPV zum Beispiel Krebserkrankungen am Penis auslösen.

Obwohl HP-Viren weit verbreitet sind, wissen viele nicht über die Viren und mögliche Folgen einer Infektion mit diesen Bescheid. Deshalb ist es umso wichtiger, sich und andere umfassend zu informieren und die Möglichkeiten zur Vorbeugung zu nutzen.

Wie merke ich, dass ich oder mein Freund HPV haben?

Eine HPV-Infektion geht meist nicht mit erkennbaren Beschwerden einher. Darüber hinaus kann es Monate, Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern, bis eine Erkrankung festgestellt wird. So sind sich viele junge Frauen und Männer nicht bewusst, dass sie Träger der Viren sind und geben HPV oft unwissentlich weiter.

Meist aber stellt der Frauenarzt bei der Krebsfrüherkennungsuntersuchung anhand eines auffälligen Abstrichs fest, dass eine Infektion mit HPV vorliegt - auffällig veränderte Zellen im Abstrich sind ein Hinweis darauf.

Können Kondome schützen?

„Safer Sex“ ist generell ein gutes Mittel zur Schwangerschaftsverhütung und zum Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen. Bei konsequenter Verwendung können Kondome auch die Ansteckungsgefahr mit HPV verringern, aber nicht vollständig  verhindern, weil die Viren nicht über Körperflüssigkeiten wie Blut oder Sperma, sondern über Hautkontakt (z.B. beim Petting) übertragen werden können. Diesen Kontaktbereich können Kondome nicht vollständig bedecken - so bleibt ein Ansteckungsrisiko bestehen.

Es gibt über 100 verschiedene Typen des humanen Papillomvirus. Die meisten sind relativ harmlos, wie diejenigen, die Warzen an Händen und Füßen verursachen. In der Mehrzahl der Fälle wird das Körpereigene Immunsystem das Virus bekämpfen. Über 40 verschiedene Typen des humanen Papillomvirus können Erkrankungen im Genitalbereich hervorrufen. Unter all diesen Typen sind vier für die häufigsten Erkrankungen im Genitalbereich verantwortlich.
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