Lexikon
Ablation
Operative Entfernung oder Abtragen. Die Ablation ist ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung von meist krankhaftem Gewebe.
Abstrich (Test) (oder Zervix-Screening)
Ein Verfahren, bei dem Zellen des Gebärmutterhalses für eine mikroskopische Untersuchung abgestrichen werden. Der Abstrich wird zur Krebsvorsorge und zur Feststellung von Zellveränderungen durchgeführt. Ein Abstrich kann auch über nicht-kanzerogene Erkrankungen Aufschluss geben, etwa über eine Infektion oder eine Entzündung. Die Untersuchungsmethode wird auch Pap-Test genannt.
Adenokarzinom
Krebs, der in Drüsenzellen beginnt.
Analkrebs
Krebs, der sich im Gewebe des Anus bildet. Der Anus ist die äußere Körperöffnung des Dickdarms.
Anus / After
Die Austrittsöffnung des Darmes. Durch ihn verlässt der Kot den Darm.
ASCUS
ASCUS ist das Akronym für „Atypical Squamous Cells of Undetermined Significance”. Dieser Begriff wird in Berichten über Abstrichergebnisse benutzt und gibt an, dass einige (squamöse) Epithelzellen ungewöhnlich aussehen und sie sich möglicherweise im Vorkrebsstadium befinden oder bereits bösartig (maligne) sind.
Beckenboden
Der Beckenboden ist der bindegewebig-muskulöse Boden der Beckenhöhle beim Menschen.
Benigne (gutartig)
Benigne bedeutet: gutartig. Ein benigner Tumor wuchert nicht ins Gewebe und streut nicht in andere Teile des Körpers. Ein benigner Tumor kann zwar wachsen, er bleibt aber immer an der gleichen Stelle.
Biopsie
Entnahme einer Gewebeprobe zu Diagnosezwecken.
Chemotherapie
Unter Chemotherapie wird umgangssprachnlich die Behandlung von Krebs mit Medikamenten verstanden. Die meisten chemotherapeutischen Medikamente werden i.v. (intravenös), i.m. (intramuskulär) oder oral verabreicht.
Chirurgie
Chirurgie ist die manuelle oder instrumentelle Behandlung von Verletzungen oder Störungen des Körpers.
CIN
CIN ist die Abkürzung für zervikale intraepitheliale Neoplasie und beschreibt Zellveränderungen, die bei der Untersuchung von Gewebeproben vom Gebärmutterhals gefunden wurden. Es wird zwischen CIN I bis III unterschieden, die den Schweregrad der Zellveränderungen angibt.
Dysplasie
Zell- bzw. Gewebeveränderungen, atypische Zellen, die bei einer mikroskopischen Untersuchung entdeckt werden. Dysplasien können Krebsvorstufen sein. Siehe auch CIN.
Ektozervix
Die Ektozervix ist der äußere Teil des Gebärmutterhalses.
Elektrochirurgie
siehe LEEP
Endozervix
Die Endozervix ist der innere Teil des Gebärmutterhalses.
Entzündung
Eine Entzündung ist eine Reaktion eines Organs auf verschiedene schädigende Reize, die sich durch Rötung, Überwärmung, Schwellung oder Schmerzen äußert.
Epithel
Geschlossener Zellverband, der innere oder äußere Körperoberflächen bedeckt.
Früherkennungsuntersuchung
Gibt es für jede Krebsart und hat zum Ziel Krebsvorstufen oder eine Krebserkrankung in einem örtlich begrenzten Stadium zu erkennen und zu behandeln. Dadurch sollen die Chancen auf eine Heilung vergrößert werden. Zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs sollte jede Frau ab dem 20. Lebensjahr einmal jährlich zur Untersuchung des äußeren und inneren Genitales mit Entnahme eines Abstrichs von Gebärmuttermund und Gebärmutterhals.
Gebärmutter
Die Gebärmutter (Uterus) ist ein birnenförmiges Hohlorgan im unteren Bauchraum der Frau zwischen der Harnblase und dem Dickdarm. Der schmale, untere Teil der Gebärmutter ist der Gebärmutterhals; er verbindet die Gebärmutter mit der Scheide. Der breitere, obere Teil ist der Gebärmutterkörper.
Gebärmutterhals
Cervix, Zervix. Der Gebärmutterhals fungiert während der Geburt als passiver Abschnitt des Geburtskanals und ist das wesentliche physiologische Geburtshindernis.
Gebärmutterhalskrebs
Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist eine bösartige Zellveränderung am unteren Ende der Gebärmutter - dem Gebärmutterhals. Anders als bei vielen anderen Krebsarten ist Gebärmutterhalskrebs nicht erblich. Als Ursache gilt das humane Papillomvirus, das die gesunden Zellen des Gebärmutterhalses krankhaft verändert.
Genitalwarzen
Genitalwarzen (auch Feigwarzen genannt) sind hautfarbene Gewächse, die sich auf den äußeren Genitalorganen (Vulva, Vagina, Penis) oder in der Nähe des Anus sowohl bei Männern als auch bei Frauen bilden können. Genitalwarzen sind eine mögliche Folge einer Infektion mit dem humanen Papillomvirus. Sie sind nicht lebensbedrohlich, die Behandlung ist unangenehm und langwierig; häufig treten sie trotz Behandlung wieder auf.
Gynäkologische Untersuchung
Eine gynäkologische Untersuchung ist unter anderem eine Untersuchung der weiblichen Fortpflanzungsorgane durch einen Arzt. Während der Untersuchung kann der Arzt einen Abstrich entnehmen, um zu prüfen, ob sich abnorme Zellen an den Rändern des Gebärmutterhalses gebildet haben.
HPV
HPV ist die Abkürzung für humanes Papillomvirus, welches als Auslöser von verschiedenen Krebsvorstufen und Krebserkrankungen im Anogenitalbereich gilt. Siehe auch "Humanes Papillomvirus".
HPV-Impfung
Schützt direkt vor einer Infektion mit den HPV-Typen 16 und 18, welche für etwa 70 Prozent aller Gebärmutterhalskrebserkrankungen und den Großteil der Krebsvorstufen verantwortlich sind. Einer der zwei verfügbaren HPV-Impfstoffe schützt zudem vor den HPV-Typen 6 und 11, welche circa 90 Prozent aller Genitalwarzenfälle verursachen. Die HPV-Impfung wird von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfohlen. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen für Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren erstattet.
HPV-Test
Der HPV-Test ist ein Test zum Nachweis von humanen Papillomviren (HPV) im Abstrich. Der meist verwendete Hybrid-Capture-II-Test (HC II-Test) kann Hochrisiko-HPV-Typen (HR-HPV) von Niedrigrisiko-HP-Typen (LR-HPV) unterscheiden, aber nicht einzelne Virustypen identifizieren.
HPV-Typen
Bislang wurden mehr als 100 HPV-Typen identifiziert. Der Großteil der humanen Papillomviren sind sogenannte Niedrigrisiko-Typen (Low-Risk-HPV, LR-HPV), die beispielsweise Genitalwarzen hervorrufen können. Ein HPV-Impfstoff schützt vor den LR-HPV-Typen 6 und 11, welche für circa 90 Prozent aller Genitalwarzenfälle verantwortlich sind.
Eine kleine Anzahl an HPV-Typen wird als Hochrisiko-Typen (High-Risk-HPV, HR-HPV) klassifiziert. In diese Gruppe gehören die Typen HPV 16 und HPV 18, denen mit beiden verfügbaren HPV-Impfstoffen vorgebeugt werden soll. Eine länger anhaltende Infektion mit diesen Virentypen erhöht das Risiko für eine Bildung von Gebärmutterhalskrebs oder anderer bösartiger Tumoren im Anogenitalbereich.
Humanes Papillomvirus
Es gibt über 100 Typen des humanen Papillomavirus (HPV).
Die meisten humanen Papillomviren sind relativ harmlos, wie die, die Warzen an Händen und Füßen verursachen. Über 40 Typen des humanen Papillomvirus können Infektionen des Genitalbereiches von Frauen als auch von Männern verursachen. In den meisten Fällen wird das körpereigene Immunsystem das Virus besiegen. Das humane Papillomvirus ist sehr weit verbreitet und wird durch sexuelle Kontakte von einer Person auf die andere übertragen.
Hysterektomie
Eine Hysterektomie ist ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung der Gebärmutter. Die Entfernung der gesamten Gebärmutter und des Gebärmutterhalses wird auch als Totaloperation bezeichnet. Die Entfernung der Gebärmutter ohne die Entfernung des Gebärmutterhalses bezeichnet man als subtotale Hysterektomie.
Intimkontakt
Intimkontakt bedeutet, dass ein Kontakt zwischen den Genitalorganen, der Haut und/oder den Schleimhäuten besteht.
Intraepithelial
Intraepithelial bedeutet innerhalb der Epithelschicht, welche die Oberfläche eines Organs bildet.
Invasives (Zervix-)Karzinom
Krebs, der sich von der Oberfläche des Gebärmutterhalses in tieferes Gewebe des Gebärmutterhalses oder in andere Körperteile ausbreitet.
Kolposkopie
Eine Kolposkopie ist eine Lupenuntersuchung, um den Gebärmutterhals auf Zellabnormitäten genauer zu untersuchen. Der Gynäkologe wird ein beleuchtetes Vergrößerungsinstrument verwenden, ein so genanntes Kolposkop, um Gewebe der Vagina und des Gebärmutterhalses zu untersuchen.
Konisation / Konische Biopsie
Entnahme eines konus-(kegel-)förmigen Gewebestücks vom Gebärmutterhals, mit einem Operations oder Lasermesser.
Kryochirurgie
Kyrochirurgie ist eine mögliche Behandlung abnormer Veränderungen am Gebärmutterhals. Es handelt sich um einen Vereisungsprozess, bei dem abnormes Gewebe zerstört wird.
Läsionen
Als Läsion wird nahezu jegliche Schädigung, Verletzung oder Störung an jedem Organ infolge einer Krankheit oder Verletzung bezeichnet.
Pap-Test
Der Pap-Test (auch Abstrich genannt) ist nach dem griechischen Anatomen George Papanicolaou benannt, der ihn 1928 entwickelt hat. Dabei wird ein Zellabstrich vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhalskanal im Rahmen der Früherkennung entnommen, der mikroskopisch auf Zellveränderungen untersucht wird, die auf Krebsvorstufen hinweisen können.
Screening
Reihentest zur Erkennung bestimmter Merkmale bei einer Vielzahl von Personen, der zur Früherkennung von Krankheiten angewendet wird.
Uterus
Die Gebärmutter. Siehe auch "Gebärmutter".
Vagina
Die Vagina (Scheide) ist ein durchschnittlich 8 bis 10 Zentimeter langer Muskelschlauch, der die Körperaußenseite mit dem Gebärmutterhals verbindet. Die Scheideninnenwände sind mit Schleimhaut bedeckt.
Vaginalkrebs
Vignalkrebs (auch Vaginalkarzinom genannt) ist eine relativ seltene bösartige Tumorerkrankung der Vagina. Mehr als 90 Prozent der Vaginalkarzinome haben ihren Ursprung in Veränderungen der obersten Schleimhautschicht in der Vagina. Diese kann durch die Hochrisiko-HPV-Typen 16 und 18 ausgelöst werden, denen mit der HPV-Impfung vorgebeugt werden kann.
Vulva
Die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane, welche die großen und kleinen Schamlippen und die Klitoris umfassen.
Vulvakrebs
Vulvakrebs ist eine seltene, bösartige Tumorerkrankung der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane. Betroffen sind meistens die großen Schamlippen, selten die kleinen Schamlippen und der Bereich der Klitoris.
Zellveränderungen des Gebärmutterhalses
Abnormale Zellen des Gebärmutterhalses sind Zellen des Gebärmutterhalses, die sich in ihrem äußeren Erscheinungsbild verändert haben. Diese Veränderungen werden häufig als zervikale Dysplasie bezeichnet. Je gravierender die Abnormitäten am Gebärmutterhals sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich in der Zukunft Gebärmutterhalskrebs entwickeln kann.
In den meisten Fällen kann dieser Prozess einige Jahre dauern, in selteneren Fällen kann er jedoch auch in einem kürzeren Zeitabstand erfolgen.
Zervikale Dysplasie
Zervikale Dysplasie ist der medizinische Fachbegriff für Zellveränderungen am Gebärmutterhals. Der Terminus umfasst eine Vielzahl an Veränderungen, von leichten bis hin zu gravierenden Veränderungen, die bereits Krebsvorstufen darstellen können.
Zervix
Der Gebärmutterhals (Zervix) bildet das untere Drittel der Gebärmutter und besteht aus Muskel- und Bindegewebe. Mit dem Muttermund wölbt sich der Gebärmutterhals etwas in die Scheide, die er mit der Gebärmutter verbindet.
Zervixkarzinom
Zervixkarzinom ist der medizinische Fachbegriff für Gebärmutterhalskrebs. Siehe auch "Gebärmutterhalskrebs".
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